Um Feuchte messen zu können, muss das Messgerät wissen, was "trocken" bedeutet!

Voraussetzungen für Baustoff-Feuchte-Messungen:

1. Zerstörungs-frei messen

Feuchte-Mengen (Wasserdampf) kann man nur zerstörungs-frei (DNS-Messmethode) messen, weil jede Material-zerstörende Messmethode (CM + KRL + Darren) schon während der Material-Entnahme den wichtigsten Feuchte-Anteil 'verduften' lässt, BEVOR die eigentliche Feuchte-Messung stattfinden kann.

2. AusgleichsFeuchteZustände (AFW)

Jedes Estrich-Binde- und Zusatzmittel weist unterschiedliche Trocknungs-/Härtungs-Eigenschaften auf. Der grüne Messwert entspricht dem AFW – ein Grenzwert (z.B. 2,0 CM-%) kann keinesfalls für ALLE Mischungen zutreffen!

Alle >350 Estrichproben wurden im konstanten 20/55-Klima belassen und bis zum Erreichen des 42°C-AFW = 0,0 % künstlich getrocknet.

3. Mehrfach-Messung

1 Messergebnis ist nicht repräsentativ. Unterschiedliche Mischungen, Verdichtungen und Schichtdicken erfordern mehrere zerstörungs-freie Messergebnisse für einen echten Überblick.

Wie viel Feuchte will noch raus? (...die mein Gewerk später schädigen kann)

Estriche mit Zusatzmitteln können mit zerstörenden Methoden NICHT gemessen werden, da diese das Zusatzmittel nicht "aufschliessen" und gebundenes Wasser (das bei Hitze trotzdem verdampft) nicht erkennen. Dies ist der Grund für Schäden bei "guten" 1,4 CM-%.

Frage / Kriterium CM-Methode KRL-Methode DNS-Methode
Rest-Feuchte-Erkennung? Gefährliche Restfeuchte wurde vor der Messung 'zerstört'. Feuchte entweicht VOR der Messung, stellt sich im Bohrloch nur träge ein. Zerstörungs-frei, misst auch den Wasserdampf in den Poren!
Umgebungs-Temperatur? Probe/Gerät möglichst 10°C bis 25°C. Sensor und Probe dauerhaft 20°C. Zwischen -40°C und +80°C einsetzbar.
Zulassung / Anerkennung? Bauart-rechtlich NICHT zugelassen! NICHT anerkannt. Stand der Technik. Anerkannte Regel der Technik und des Fachs.
Gerichtliche Relevanz? Gerichte anerkennen oft nur das Ergebnis, nicht die Methode. Keine Anerkennung möglich, da keine Referenz-Methode existiert. Muss nicht 'anerkannt' werden, da bei DNS-Grenzwerten kein Schaden entstehen kann.
Elektronisch vs. CM? Carbid misst kein Wasser, es vergast es nur zu Acetylen. Willkürlich kalibriert. 1°C Schwankung = 5% r.F. Fehler. Elektromagnetische Kräfte (Wasserstoff-Anker) werden mit elektrischen Feldern gemessen.
Was ist "trocken"? 2,0 CM-% = 2,5 L/m². Aber was wäre 0,0%? 85% r.F. = wieviel Wasser bei welcher Temperatur? DNS-Geräte "kennen" den 20°C-AFW der meisten Estrich-Sorten!
Messgenauigkeit Bezogen auf Gewicht = max. 20%. Bezogen auf Gewicht = max. 60%. Bezogen auf Proben-Gewicht = >98%.
Zusatzmittel-Estriche? Nicht beurteilbar, da gebundenes Wasser nicht erkannt wird. Zusatzmittel-"Häutchen" verfälschen r.F.-Entwicklung. G-814 kennt Wechselwirkungen und zeigt korrekten AFW-Sollwert.
Kosten & Dauer? 30 Min. / ca. 30,- € Mind. 10 Std. / ca. 200,- € 2 Sekunden / ca. 0,04 €
Heizestrich / Rohre? Risiko bei Bohrung. 2 Punkte pro Raum. Bohrloch bereits 'entfeuchtet'. Egal – gemessen wird überall, Rohre stören nicht!
Querschnitt & Tiefe? Nur Bruchstücke (50 cm³). Stufenmessung mühsam. Vollständiger Querschnitt (350 cm³) bis 25 cm Tiefe.
Manipulation? Spucke, Wartezeit, feuchte Hände. Temperatur, Luftfeuchte, Sensorschmutz. Nicht möglich – "Zu genau für Kontra-Produktivität".

Darr-% = Material-zerstörend!

Die Trocknungs-Prüfung ist nur dann genau, wenn die Masse trocken ist! 105°C-Prüfungen können überschüssiges Anmach-Wasser nicht korrekt darstellen, da sie während der Härtungs-Phase angewandt werden.

CM-% = Material-zerstörend!

Die CM-Methode ist Baustoff- und Wasserdampf-zerstörend. Der Faktor CM-% + 1,5 = Darr-% passt nur bedingt bei CEM-I Bindemitteln im Belegereife-Zustand, den niemand genau beziffern kann.

KRL (Korrespondierende Relative Luftfeuchte) - zerstörend!

R.F.-Messungen im Bohrloch sollten NICHT zur Beurteilung des Restfeuchtegehalts genutzt werden. Sensoren sind ungenau (+/- 1%), und 1°C Schwankung führt zu massiven 5% r.F. Abweichungen.

DNS-% zerstörungs-frei!

DNS-Ergebnisse basieren auf baustellen-gerechten Härtungs-/Trocknungs-Verlauf-Kurven. Da diese bei 20°C ermittelt und bei 42°C künstlich getrocknet wurden, bezeichnen wir diese präzisen Ergebnisse als "DNS-%".

Präzision ohne Zerstörung. DNS-Messtechnik liefert die Fakten, wo andere Methoden nur schätzen.

DNS Denzel – Experten für Messtechnik