Estrich-Trocknung - Feuchtemessung -
Restfeuchte-BeurteilungDie Estrichmasse trocknet von oben (aussen) nach unten (innen) indem nicht benötigtes Anmachwasser von kalt nach warm verdampft.
Je "besser" die Estrich-Masse (insbesondere die Oberfläche) "verdichtet" ist, desto schlechter wird sie austrocknen ! (poröse Estrichmasse wird deutlich früher "trocken" sein, als dichte Estrichmasse).
Künstliche Estrich-Trocknung mit Raumluft-Entfeuchtungs-Geräten wird zuerst die Decke im Raum, dann die Wände von oben nach unten, und dann die Estrich-Oberfläche trocken legen. Viele Estrich-Oberflächen werden dabei so trocken, daß der kapillare Wassertransport aus dem Estrich unterbunden wird, d.h. : zu "gute" Raumluft-Trocknung wird die Estrich-Trocknung unterbinden !
Künstliche Estrich-Trocknung durch Beheizen der Fussbodenheizschlangen lässt das überschüssige Wasser aus der Estrichmasse ÜBER dem Heizrohr bis auf ca. 5 cm seitliche Wirkung verdampfen. In Bereichen wo die Fussbodenheizung aber NICHT , oder abgeschwächt, wirken kann, wird das Estrich-Anmach-Wasser lediglich erwärmt, aber nur geringfügig verdampft !
Künstliche Estrich-Trocknung wird in jedem Fall unkontrollierbar ungleichmäßige Restfeuchte-Zustände bewirken, die sich oft erst dann ändern, wenn die Räume benutzt, und damit "normal" beheizt werden !
Zu frühe, und zu hohe künstliche Trocknungs-Temperaturen bewirken eine Entmischung der Baustoff-Masse, wobei die entmischten Feinst-Bestandteile, (die eigentlich noch zur Baustoff-Erhärtung gebraucht werden würden), beim Verdampfen des Anmach-Wassers an der Baustoff-Oberfläche als "Abdichtung" zurück-bleiben, und den Trocknungs-Vorgang unterbinden ! (Kapillar-Fluss-Abriss) ("Verstopfung")
D.h. : künstliche Trocknungsmassnahmen sind in vielen Fällen der Grund für unerkannte Restfeuchte, die ERST BEI NUTZUNG gefährlich werden kann !
Ein Zementestrich, der in 5 cm Dicke, im W/Z 0,55 wenig "verdichtet" eingebaut wird, wird bei regelmäßiger Stosslüftung in 6 Wochen so trocken sein, daß er mit jedem Bodenbelag belegt werden kann ohne Feuchteschäden befürchten zu müssen ! (im Januar / Februar / März trocknen Baustoffe am Besten, weshalb man früher Neubauten "trocken wohnen" liess !)
zurück