'Übliche' Estrich-Sorten oder 'Sonder'-Estriche ?

Der Planer oder Bauherr kann Ihnen nicht sagen, wie weit der vor-Ort-Estrich austrocknen möchte ?
Woran prüfen Sie dann aber, ob das Feuchte-Messergebnis 'trocken genug' oder 'noch zu feucht' ist ???
Das allein wäre schon ein Grund für eine sachgerechte Bedenken-Anmeldung ! (...die Sie zunächst aus der 'Schusslinie' bringt !)

Feuchte-Messung mit G-814 DNS-Denzel-Feuchte-Messgerät :

Sie können dem Bauherrn entgegenkommen, indem Sie mehrere Feuchte-Messungen machen (Einstellung B1 für Zement-Estrich, oder B3 für Fliessanhydrit-Estrich), und Bedenken anmelden, wenn die Mess-Ergebnisse um ›= 0,2 % (›= 0,1 % bei Fliessanhydrit-Estrich) unterschiedlich ausfallen.
Sofern man Ihnen sagen konnte, welches (Sonder-)Bindemittel oder welches Zusatzmittel in der Estrichmasse verwendet wurde, können sie in unseren DNS-Belege-Reife-Listen nachsehen, ob diese Estrich-Sorte dort explizit aufgelistet wird, und können dann ablesen, welcher Grenzwert für diese vor-Ort-Estrich-Sorte zu beachten ist.

In jedem Zweifelsfall sollten Sie aber Bedenken anmelden, und auch mit den Vor-Arbeiten NICHT beginnen !

Sachverhalt am 01.12.2015 :
Die Estrich-Norm DIN 18560-1 (11/15) weist im Abschnitt 5.1 darauf hin, "daß ein Estrich erst dann belegt werden kann, wenn er seine Belegreife erreicht hat.
Die Beurteilung der Belegreife gehört zur Prüfpflicht des Oberbodenlegers direkt vor der Verlegung."
Dann beschert die Norm dem Estrichleger noch die CM-Messmethode, die zu keinem Zeitpunkt 'Stand der Technik' sein konnte, und an 'modernen' Estrich-Sorten ad absurdum geführt wird, weil die CM-Stahlkugeln den 'Füllstoff' in modernen Estrich-Sorten nicht einmal finden, geschweige denn zur Feuchte-Messung 'aufschliessen' können.
Zu allem Unsinn-Überfluß sollen dann auch noch CM-Grenzwerte beachtet werden, die in der Estrich-Realität nicht nur viel zu hoch sind, sondern auch jeglicher Trocknungs-Praxis widersprechen.
Genau genommen, soll der Estrich-Leger jetzt die 'Belege-Reife' (von der nicht einmal seriöse Wissenschaftler sagen können, welchen Wert diese annehmen kann) nicht nur herstellen, sondern auch mit einer antiquierten Mess-Methhode prüfen, ob sie erreicht ist. (6-aus-49-bietet viel mehr Gewinn-Chancen !)
Aber was soll dann der Norm-Hinweis auf die Prüfpflicht des Oberbodenlegers ???
... und wer sich mit physikalischer Baustoff-Chemie auskennt, sollte für beheizbare Estrich-Systeme KEINE Grenzwerte vorgeben wollen !
Da bekommt der Begriff 'Risiko-Verlagerung' eine ganz neue Bedeutung !

'Übliche' Zement-Estriche erreichen ihren ungefährlichen 20/55-Ausgleichs-Feuchte-Zustand bei 1,0 bis 1,4 Gew.-%, weshalb sie bei 2,0 CM-% (~2,4 Gew.-% oder 2760 g Wasser pro 1 m² / 5-cm-Estrich) noch NICHT belege-reif sind.
Sonder-Zement-Estriche erreichen ihren ungefährlichen 20/55-Ausgleichs-Feuchte-Zustand (abhängig vom Herkunfts-Ort des Zement-Bindemittels, und der Art- und Zugabemengen-Differenzen der Zusatzmittel) bei 0,8 bis 2,0 Gew.-%, aber wird die EINE 2,0 CM-%-Belege-Reife Estrich-Mischung morgen früh in Börtlingen, oder in Hamburg, oder in Wien eingebaut ??? - und wenn ja, baut sie der dortige Estrichleger unter den Baustellen-Rahmen-Bedingungen ein, wo sie die 2,0 CM-% zum vorgesehenen Zeitpunkt erreichen kann ??? 'Übliche' Calciumsulfat-Estriche erreichen ihren ungefährlichen 20/55-Ausgleichs-Feuchte-Zustand bei 0,1 bis 0,2 Gew.-%, weshalb sie bei 0,5 CM-% (~0,7 Gew.-%) noch NICHT belege-reif sind.
Ist den Estrich-Päpsten eigentlich klar, was sie ihrer eigenen Klientel schon mit der DIN-18560-4 angetan haben ???

Nur der Messgerät-Hersteller kann wissen, welcher Sensor-Eingangswert, an welcher Estrich-Mischung, zu welchem Gew.-%-Anzeigewert führen muss, den der Bodenleger auf 'Belege-Reife' zu beurteilen hat !

 

... weil Rest-Feuchte-Messung ohne zuverlässigen Trocken-Grenzwert auch mit dem 2-Mio.-Messwagen nicht möglich ist, besitzt DNS-Denzel heute das weltweit umfangreichste Estrich-Archiv, und kann damit nicht nur den jeweils zutreffenden 20/55 Ausgleichs-Feuchte-Wert vorgeben, sondern auch den bisher unbekannten Belege-Reife-Wert für unterschiedliche Belags-Arten an ihren Feuchte-Messgeräten anzeigen lassen.

 

 

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