Heiz-Estrich und künstliche Trocknung :
Jede künstlich getrocknete Estrichschicht wird ungleichmäßig "trocknen" !Belegereif heizen :
Zwischen den Heizrohren (ab 5 cm seitlich davon)
trocknet weniger Wasser aus,
als direkt über den Heizrohren.
Ab 10-cm-Abstand vom Heizrohr wird der Estrich zwar
warm,
aber das Rest-Anmachwasser wird nicht warm genug um zur
Estrich-Oberfläche durchzudringen,
und dort zu verdampfen.
Direkt über den Heizrohren wird jeder Tropfen Wasserdampf
"ausgetrieben",
weshalb der Estrich dort "trocken wie ein Schwamm"
wird, und entsprechend
vorhandene Luftfeuchtigkeit wie ein Schwamm aufnimmt
- aber viel schlechter wieder abgibt !
Bei frühzeitigem Beheizen einer Estrichschicht wird noch
nicht hydratisiertes Bindemittel
an die Oberfläche transportiert, lagert sich dort ab
während das Wasser verdampft,
und bildet eine DICHTE Oberfläche, die nichts
mehr verdampfen (austrocknen) läßt !
(Kapillarfluss-Abriss oder Trocknungs-Verstopfung
!)
Syptome :
Man sieht die Heizschlange in der
Estrich-Oberfläche abgebildet.
"Ausblühungen" lagern sich
an der Estrich-Oberfläche ab.
Vorsicht :
Die Estrichqualität (Festigkeit) ist
dort geschwächt oder nicht mehr ausreichend.
(Haftzugsprüfung)
... während aus dem unteren Drittel der Estrichschicht nichts mehr austrocknen
kann -
bis richtig und dauerhaft beheizt wird !
Wenn in derselben Zeit eine gute Raumbelüftung
(ab 1 Woche nach
Estrich-Einbau zweimal täglich 10 Min. Durchzug) stattfindet,
können 1.500 €
pro Monat an falsch eingesetzter Energie eingespart werden !
Versuchs-Anordnungen und Auswertungen können im DNS-Estrich-Prüflabor eingesehen werden.
Fazit :
An künstlich getrockneten Estrichflächen werden sehr
unterschiedliche Restfeuchtegehalte gemessen,
die eine Beurteilung der Belegereife NICHT zulassen !
EINE CM-Messung an einem künstlich getrockneten Heiz-Estrich kann
eine
Beurteilung der Belegereife IN KEINEM FALL ERMÖGLICHEN
!
Wenn der Bauherr die Fussbodenheizung nur wenige Tage höher als 20°C
einstellt,
können bei 1,8 CM-%-"Belegereife" noch 2.070 Gramm "freies"
Anmachwasser
aus 1 m² / 5-cm-dicker Estrichschicht verdampfen wollen,
und
entsprechende Feuchteschäden verursachen,
was man regelmäßig im Frühjahr in
den Fachzeitschriften nachlesen kann !
Empfehlung :
Beheizbare Estriche sollen deshalb ERST NACH
ERREICHEN DER BELEGEREIFE
einmal über 3 Tage mit langsam ansteigenden Temperaturen bis zur Heizleistungs-Obergrenze auf- und abgeheizt
werden,
damit die Oberflächen-nahe Restfeuchte verdampfen kann.
Dann erst soll der Bodenbelag verlegt werden (siehe DNS-Belegereife-Liste).
Ein TROCKENER Estrich ist die beste Basis für menschliches Leben !
... aber er braucht ZEIT zum trocknen !
Schnelle Trocknung zerstört die Baustoff-Qualität
nicht nur an zu früh belüftetem Beton !