Grundierung, Spachtelmasse, Klebstoff und Beschichtung oder Belag sind in aller Regel so zusammengesetzt, daß Sie nicht zu viel REST-Wasser enthalten, das zum Feuchte-Schaden werden könne. (Sachgerechtes Anmischen der Grundierung, Spachtel- und Klebstoff-Masse vorausgesetzt).

Grundierungen können ihren Sinn nicht erfüllt, wenn sie zu feucht sind.
Spachtelmassen können nicht härten, wenn sie zu feucht eingebaut werden.
Klebstoffe polymerisieren nicht, wenn sie zu feucht eingebaut werden.
Holz und Holzwerkstoff-Beläge können durch zu hohe Umgebungs-Luftfeuchte quellen, bzw. beschädigt werden.
Grundierung, Spachtelmasse und Klebstoff-Masse können auch durch kleinste Mengen hochalkalische REST-Feuchte angegriffen und zersetzt werden.
Naturstein wird von hochalkalischer REST-Feuchte verfärbt und zersetzt.
Die zu feuchte Estrich-"Schüssel" (oben kürzer, unten länger) ist Riss-anfällig!
Die trocknende Estrich-Schüssel schrumpft, und lässt Fliesen hoch-springen!
Zu viel REST-Feuchte lässt radioaktive Gase (Radon) aus Komposit-Bindemitteln verdampfen!

Diesen Sachverhalt kann man an jeder Baustelle nachprüfen. Das Wasser, bzw. der Wasser-Dampf (Feuchte), muss demnach aus dem Untergrund kommen.

0,1 % der Estrich-Masse = 110 g "freies" Anmach-Wasser in 1 m² / 5-cm-Estrich!
Baufeuchte Schadensursachen

WasserDampf-Druck (von unten) auf Bodenbeläge
- Bodenbeläge und Restfeuchte-"Verträglichkeit"

Eigentlich verträgt KEIN Bodenbelag zu viel Restfeuchte! Deshalb muss die Frage anders formuliert werden:

Welche Grundierung, Ausgleichs-Spachtelmasse, Klebstoff, Bodenbelag, kann wie viel Wasserdampf-DRUCK standhalten, aufhalten, abhalten, der aus zu viel Estrich-Restfeuchte-Menge entstehen will??? Gibt es einen Wasserdampf-Verträglichkeits-Faktor für Ausgleichsmassen, Klebstoffe, Bodenbeläge, Beschichtungen, Imprägnierungen?

Für PVC- und andere Kunststoff-Beläge gibt es Alkali-Beständigkeits-Angaben der Hersteller! Aber wie viel hoch-alkalische REST-Feuchte kommt aus der Estrich-Schicht???

Die Verträglichkeits-Rechnung ist einfach

  • 0,1 % Wasser im Estrich entspricht ~110 Gramm pro 1 m² / 5-cm-Estrichschicht.
  • 110 Gramm flüssiges Wasser können JEDEN Quadratmeter Bodenbelag beschädigen!
  • 110 Gramm flüssiges Wasser können 6,647 m³ Luft wasserdampf-sättigen.
  • Wenn Wasserdampf-Sättigung eintritt, wird (unter irgendeiner "Abdichtung") WasserdampfDRUCK erzeugt.
  • 0,03 bar Wasserdampf-ÜBERDRUCK lassen bei 2°C Temperatur-Anstieg Bodenbeläge und Beschichtungen "hochgehen"!
  • Mit Wasserdampf-Überdruck treiben wir die Wirtschaft an!
  • Das sollte für jeden Bodenbelag ein Problem sein, ... WENN DIE ESTRICHMASSE ODER BETONMASSE WÄRMER WERDEN KANN!

Eigentlich müsste JEDER UNBEHEIZBARE Estrich vor der Belegung auf die 20°C-Ausgleichsfeuchte austrocknen, damit kein Feuchteschaden zu befürchten ist.

Eigentlich müsste JEDER BEHEIZBARE Estrich vor der Belegung auf die 42°C-Ausgleichsfeuchte ausgetrocknet werden, damit kein Feuchteschaden zu befürchten ist (mit dem sogenannten Belegereife-Heizen wird ein Estrich KEINESFALLS Belegereif!). Weil kein Mensch wissen kann, welche Heiz-Gewohnheiten ein Bauherr entwickelt!

Häufig können wir aber nicht warten bis sich die 20°C-Ausgleichsfeuchte eingestellt hat!

Die folgende Faustregel empfehlen wir (seit Jahren schadensfrei):

Bodenbelag / Referenz Toleranz Max. Messwert Status
20°C-Ausgleichsfeuchte z.B. 1,2 DNS-% Basis
PVC + 0,1 % 1,3 DNS-% max. Messwert
Parkett / Feinsteinzeug-Fliesen + 0,2 % 1,4 DNS-% max. Messwert
Teppich + 0,3 % 1,5 DNS-% max. Messwert
Stein + 0,4 % 1,6 DNS-% max. Messwert
unglasierte Fliesen + 0,5 % 1,7 DNS-% max. Messwert

Mit dieser Faustregel kann es sein, dass man zu lange wartet, der Estrich "trockener" wird, wenn dieser schon die 20°C-Ausgleichsfeuchte erreicht hat! Es kann aber auch sein, dass eine bestimmte Zementsorte eben noch weiter austrocknen will, als auf die o.g. Grenzwerte! ... wenn der 20°C-Ausgleichs-Feuchte-Grenzwert nicht bekannt ist!

Vermeiden Sie die 2,0 CM-% Falle. DNS-Messtechnik liefert die reale Sicherheit für Ihre Bodenbeläge.

DNS Denzel – Experten für Messtechnik