Freigabe / Freistellung / Bedenken

Freigabe / Freistellung :
Die Freigabe eines Estrich-Herstellers bedeutet nur, daß irgendjemand irgendetwas mit der Estrichschicht machen darf, aber selbst verantwortlich dafür ist, ob dies funktioniert, oder nicht !
Die 'Freigabe' einer Estrichschicht ist deshalb für den Bodenleger (genau wie die angeblich 'durchzuführende CM-Messung') im Schadensfall wertlos !
Der vorsichtige Bodenleger sollte auch keinen Vorschlag für eine schnellere Trocknung oder 'Abdichtung' (= Einsperren der RestFeuchteMenge bis zum nächsten Temperatur-Anstieg) der Estrichschicht machen, weil er sonst im Schadensfall auch in die planerische Gesamthaftung einbezogen wird ! 

Solange niemand eine Gewährleistungs-Freistellung SCHRIFTLICH ERKLÄRT, muss der Bodenleger NICHTS unternehmen ! Wenn er trotzdem etwas unternimmt, anerkennt er die 'Eignung' der Estrichschicht (mit allen technischen und rechtlichen Folgen) für sein Gewerk !

Verzugs- oder Konventionalstrafe :
... kann bei Vorliegen einer sachlich begründeten, (und notfalls per Gerichtsvollzieher empfangs-bestätigten), Bedenken-Anmeldung NICHT in Anspruch genommen werden.
Sofern man Sie (Bodenleger) deshalb vom Auftrag freistellt (keinesfalls SELBST zurücktreten !), haben Sie Anspruch auf Erstattung aller Kosten UND des Gewinn-Ausfalls !

Bedenken anmelden :
Da DNS-Denzel-Messgeräte ALLE Baustellen-Sachverhalte frühzeitig, zerstörungs-frei, 'entdecken', kann der Bodenleger mit Bauherr und Planer sachdienliches Verhalten besprechen, BEVOR der Termindruck greift.
Sofern an der Baustelle aber nur der Termindruck ohne sachliche Diskussion, im Raum steht, muss der Bodenleger wegen fehlender Estrich-Daten Bedenken anmelden. ... und tatenlos warten bis die Risiko-Frage geklärt ist !