"Feuchte" Schadens-Ursachen
2,0 CM-% - die Schadensursache
Grundierung, Spachtelmasse, Klebstoff und Beschichtung oder Belag sind in aller Regel so zusammengesetzt, daß Sie nicht zu viel REST-Wasser enthalten, das zum Feuchte-Schaden werden könnte. (Sachgerechtes Anmischen der Grundierung, Spachtel- und Klebstoff-Masse vorausgesetzt).
- Grundierungen können ihren Sinn nicht erfüllen, wenn sie zu feucht sind
- Spachtelmassen können nicht härten, wenn sie zu feucht eingebaut werden
- Klebstoffe polymerisieren nicht, wenn sie zu feucht eingebaut werden
- Holz und Holzwerkstoff-Beläge können durch zu hohe Umgebungs-Luftfeuchte quellen, bzw. beschädigt werden.
- Grundierung, Spachtelmasse und Klebstoff-Masse können auch durch kleinste Mengen hochalkalische REST-Feuchte angegriffen und zersetzt werden.
- Naturstein wird von hochalkalischer REST-Feuchte verfärbt und zersetzt.
- Die zu feuchte Estrich-"Schüssel" (oben kürzer, unten länger) ist Riss-anfällig !
- Die trocknende Estrich-Schüssel schrumpft, und lässt Fliesen hoch-springen !
- Zu viel REST-Feuchte lässt radioaktive Gase (Radon) aus Komposit-Bindemitteln verdampfen !
Diesen Sachverhalt kann man an jeder Baustelle nachprüfen. Das Wasser, bzw. der Wasser-Dampf (Feuchte), muss demnach aus dem Untergrund kommen.
0,1 % der Estrich-Masse = 110 g "freies" Anmach-Wasser in 1 m² / 5-cm-Estrich !
WasserDampf-Druck (von unten) auf Bodenbeläge
- Bodenbeläge und Restfeuchte-"Verträglichkeit"
Eigentlich verträgt KEIN Bodenbelag zu viel Restfeuchte ! Deshalb muss die Frage anders formuliert werden :
Welche Grundierung, Ausgleichs-Spachtelmasse, Klebstoff, Bodenbelag, kann wie viel Wasserdampf-DRUCK standhalten, aufhalten, abhalten, der aus zu viel Estrich-Restfeuchte-Menge entstehen will ??? Gibt es einen Wasserdampf-Verträglichkeits-Faktor für Ausgleichsmassen, Klebstoffe, Bodenbeläge, Beschichtungen, Imprägnierungen ?
Für PVC- und andere Kunststoff-Beläge gibt es Alkali-Beständigkeits-Angaben der Hersteller ! Aber wie viel hoch-alkalische REST-Feuchte kommt aus der Estrich-Schicht ???
Die Verträglichkeits-Rechnung ist einfach
- 0,1 % Wasser im Estrich entspricht ~110 Gramm pro 1 m² / 5-cm-Estrichschicht
- 110 Gramm flüssiges Wasser können JEDEN Quadratmeter Bodenbelag beschädigen !
- 110 Gramm flüssiges Wasser können 6,647 m³ Luft wasserdampf-sättigen.
- Wenn Wasserdampf-Sättigung eintritt, wird (unter irgendeiner "Abdichtung") WasserdampfDRUCK erzeugt.
- 0,03 bar Wasserdampf-ÜBERDRUCK lassen bei 2°C Temperatur-Anstieg Bodenbeläge und Beschichtungen "hochgehen" !
- Mit Wasserdampf-Überdruck treiben wir die Wirtschaft an !
- Das sollte für jeden Bodenbelag ein Problem sein,
... WENN DIE ESTRICHMASSE ODER BETONMASSE WÄRMER WERDEN KANN !
Mit Wasser-Dampf-Überdruck treiben wir die Wirtschaft an !
Das ist für jeden Bodenbelag ein Problem !
Eigentlich müsste JEDER UNBEHEIZBARE Estrich vor der Belegung auf die 20°C-Ausgleichsfeuchte austrocknen, damit kein Feuchteschaden zu befürchten ist.
Eigentlich müsste JEDER BEHEIZBARE Estrich vor der Belegung auf die 42°C-Ausgleichsfeuchte ausgetrocknet werden, damit kein Feuchteschaden zu befürchten ist (mit dem sogenannten Belegereife-Heizen wird ein Estrich KEINESFALLS Belegereif !).
... weil kein Mensch wissen kann, welche Heiz-Gewohnheiten ein Bauherr entwickelt !
Häufig können wir aber nicht warten bis sich die 20°C-Ausgleichsfeuchte eingestellt hat !
Die folgende Faustregel empfehlen wir (seit Jahren schadensfrei) :
| 20°C-Ausgleichsfeuchte z.B. | = 1,2 DNS-% | ||
| PVC | + 0,1 % | = 1,3 DNS-% | max. Messwert |
| Parkett / Feinsteinzeug-Fliesen | + 0,2 % | = 1,4 DNS-% | max. Messwert |
| Teppich | + 0,3 % | = 1,5 DNS-% | max. Messwert |
| Stein | + 0,4 % | = 1,6 DNS-% | max. Messwert |
| unglasierte Fliesen | + 0,5 % | = 1,7 DNS-% | max. Messwert |
Mit dieser Faustregel kann es sein, dass man zu lange wartet, der Estrich "trockener" wird, wenn dieser schon die 20°C-Ausgleichsfeuchte erreicht hat !
Es kann aber auch sein, dass eine bestimmte Zementsorte eben noch weiter austrocknen will, als auf die o.g. Grenzwerte!
... wenn der 20°C-Ausgleichs-Feuchte-Grenzwert nicht bekannt ist !
