I-234 Stein-Fleckbremse

Kurzanleitung

Fussbodenheizung am Tag vorher ausschalten !
Flächen gereinigt und trocken ? Feuchtigkeitsgehalt < 2,0 % messen !
1.) Fleckbremse evtl. mehrmals satt auftragen.
2.) Ca. 15 - 30 Min. einwirken lassen.
3.) Solange noch nass, mit trockenem Tuch sauber abwischen.

 

Eigenschaften

Die Imprägnierung I-234 Fleckbremse bewirkt, dass flüssige Medien nicht sofort (nach ca. 30 - 60 Min.) in den Naturstein eindringen können, um dort die Steinsubstanz zu schädigen. Das Imprägnierprodukt erzeugt eine wasserabweisende Wirkung. Bei Anwendung auf stark saugenden Steinflächen sollte zum besseren Fleckschutz nach dem Imprägnieren noch P-211 Steinpolitur flüssig aufgetragen werden. Fruchtsäuren aus Säften und Alkoholika erzeugen bei längerem Einwirken auf der Politur eines Marmor - Natursteines trotz Imprägnierung einen matten Fleck, jedoch beschränkt sich die Beschädigung nur auf die Oberfläche, und kann nicht tiefer eindringen. Deshalb lassen sich imprägnierte Flächen bei entsprechenden Beschädigungen wieder besser aufarbeiten. Ein vollständiger Schutz gegen Fleckenbildung ist nicht möglich, weil keine Schicht auf dem Stein aufgetragen wird.

 

Voraussetzungen

Dehnfugen sollen geschlossen sein. Da meistens Wachsrückstände oder Bauschmutz auf Natur- steinflächen vorhanden sind, müssen die Flächen vor einer Imprägnierung mit R-255 Grundreiniger gereinigt werden, um die Poren des Natursteins zu öffnen, und Verunreinigungen zu entfernen. Wenn die Flächen abgetrocknet sind, (ca.zwei Tage nach dem Reinigen) kann die Imprägnierung durchgeführt werden. Zur Durchführung der Arbeiten müssen Schuhe mit lösemittelfesten Sohlen getragen werden, damit man die benetzten Flächen betreten kann. Die Natursteinflächen dürfen nicht warm sein, da sonst das Imprägniermittel zu schnell verdunstet, und nicht in den Stein eindringen kann. Der Feuchtigkeitsgehalt des Steines soll < 2,0 % betragen.


Verarbeitung glatte Oberfläche

Das Imprägniermittel auf die Bodenfläche ausschütten, und mit einem grossen Pinsel (Z-855 Streichwischer) vollflächig satt auftragen und gleichmässig verteilen. Wenn der Naturstein das Mittel ganz aufsaugt, muss noch mehr Imprägniermittel aufgetragen werden, bis der Naturstein gesättigt ist, und das Imprägniermittel an der Oberfläche stehen bleibt. Während der Einwirkezeit (ca. 15-30 Min.) soll die Imprägnierung mehrmals gleichmässig verteilt werden. Danach zieht man das überschüssige Imprägniermittel, welches noch an der Oberfläche vorhanden ist, mit einem Gummischaber zusammen, (jeweils soweit man die Fläche erreicht, ohne dieselbe zu betreten) und wischt die Fläche mit einem trockenen Tuch (besser saugfähiges Papier) sauber, sodass nichts mehr an der Oberfläche zurückbleibt. Wenn das Imprägniermittel bereits angetrocknet ist, kann man die Fläche nochmals mit dem Mittel bestreichen, und den Abwischvorgang erneut durchführen.

 

Daten nach Aushärtung

Wasserdampfdiffusionsfähigkeit des Steines ca. 85 %. Die bearbeiteten Flächen können ca. 30 Min. nach dem Abwischen in Strümpfen begangen werden. (Gummisohlen könnten Spuren hinterlassen !) Ca. 1 Stunde nach dem Auftragen kann die Fläche kurzfristig mit Flüssigkeiten belastet werden. Ca. 24 Stunden nach dem Auftragen ist die Fläche uneingeschränkt nutzbar.

 

Fehler beim Verarbeiten

Wenn die Natursteinflächen nach der Imprägnierung dunkle Flecken oder Streifen zeigen, waren
1.) die Flächen vor der Behandlung nicht trocken
2.) oder wurde das Imprägniermittel nicht gleichmässig und satt aufgetragen !
Wenn die Flächen matt, klebrig und unansehnlich aussehen, wurden dieselben nicht ab - bzw. nachgewischt!

 

Hinweise

Bei Beachtung der obenstehenden Punkte, zeigen sich nach der Behandlung keine Veränderungen an der Oberfläche des Natursteines, ausser einer geringfügigen Farbtonvertiefung, welche jedoch (möglicherweise erst nach mehreren Tagen) nach dem Trocknen des Imprägniermittels wieder aufhellt.
Durch die richtige Pflege der Flächen unter Zusatz von P-224 Steinpflege zum Wischwasser können sie wesentlich zum Erhalt der geschützten Naturstein - Oberfläche beitragen, und müssen möglicherweise diese Behandlung nicht mehr durchführen.

 

Arbeits- und Umweltschutz

Das Produkt enthält Lösemittel, welche beim Einatmen vorübergehend leichte Benommenheit auslösen können, weshalb bei Verarbeitung in geschlossenen Räumen mit Gasmaske gearbeitet werden sollte. Kleine Restmengen in den Blechgebinden lässt man eintrocknen, und die Trockenmasse wird als Hausmüll entsorgt. Die Blechgebinde werden dem Recycling zugeführt. Nach dem Abtrocknen der Lösemittel sind die Flächen physiologisch unbedenklich. Es können somit auch z. B. Küchenabdeckplatten behandelt werden.

 

Inhaltsstoffe

Siliziumorganische Verbindungen, Isobutylalkohol.


Technische Daten

ADR Kl. 3.31 C
Entzündlich nach VbF All

Verarbeitungstemperatur: > + 5° C
Lagerung trocken: mind. + 5° C

 

Lagerbeständigkeit

ca. 1 Jahr

 

Verbrauch

ca. 100-300 g/m2

 

Trocknungszeit

ca. 1 Std.

 

Unsere Gebrauchshinweise sind nur allgemeine Empfehlungen die für den jeweiligen Verwendungszweck bauseits geprüft werden müssen.
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